Therapiekonzept
- Allgemeine Therapieziele der Abteilung I - Gastroenterologie
- Allgemeine Therapieziele der Abteilung II - Diabetologie
- Allgemeine Therapieziele
- Allgemeine diagnostische und therapeutische Maßnahmen
- Spezielle diagnostische Techniken
- Spezielle Therapiemöglichkeiten
- Individuelle Differentialtherapien und -strategien
Vorrangiges Ziel der Rehabilitationsklinik Föhrenkamp ist es die volle Arbeits- und Erwerbsfähigkeit und die soziale Reintegration des Patienten herzustellen.
Wir betreuen die uns anvertrauten Patienten nach ganzheitlichen Kriterien.
Entsprechend berücksichtigen und behandeln wir Begleiterkrankungen sowie psychische Probleme stets gleichrangig.
Ein zentrales Anliegen im Rahmen der Rehabilitation ist es, die Patienten zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil zu motivieren. Die „Informativ-Medizin“ spielt daher im Reha-Zentrum Mölln in Form von Gruppenschulungen und Einzelberatungen eine besondere Bedeutung.
Allgemeine Therapieziele der Abteilung I - Gastroenterologie
Schwerpunktmäßig haben folgende Rehabilitationsziele in der Klinik Föhrenkamp eine besondere Bedeutung:
- Entwicklung von individuellen Therapiestrategien und deren klinische Verlaufsbeobachtung,
- insbesondere bei chronischen entzündlichen Darmerkrankungen.
- Verbesserung des Ernährungszustandes durch Ernährungsberatung und Schulung zur krankheitsgerechten Ernährung.
- Untersuchung und Behandlung von Begleitsymptomen:
- Inkontinenz, Durchfälle, Verstopfung, Übelkeit, Dumping, Blähungen und Schmerzen
- Betreuung und Aufklärung von operierten Patienten nach Bauchoperationen,
- Erkennen und Behandeln der Komplikationen und Folgen.
- Optimierung der Stomaversorgung Stomaversorgung. Schulung und Betreuung der Stomapatienten und Angehörigen um eine häusliche Selbstversorgung zu ermöglichen
- Betreuung und Behandlung chronischer Wunden und Fisteln.
- Beobachtung des postoperativen Verlaufes insbesondere nach Lebertransplantation,
- Schulung und Aufklärung bezüglich der Lebensführung nach Transplantation.
- Betreuung und Aufklärung von Patienten mit bösartigen Tumorerkrankungen, Vervollständigung der notwendigen Nachsorge,
- Durchführung der empfohlenen chemotherapeutischen Behandlungen,
- Entwicklung von speziellen ergänzenden Strategien zur Verbesserung der Befindlichkeit und Verarbeitung der Erkrankung.
- Information über Grunderkrankung und deren Folgen für das Berufs- und Alltagsleben.
- Verbesserung der psychomotorischen und mentalen Leistungsfähigkeit durch entsprechendes Training.
- Psychologische und psychotherapeutische Betreuung bei akuten und chronischen gastroenterologischen Erkrankungen und Vermittlung von Coping-Strategien.
- gezielte Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Muskelaufbau durch umfangreiche und gezielte Physiotherapie.
- Verminderung von Depressivität und Ängstlichkeit.
- Vermittlung der entsprechenden Therapiekonzepte an die am Heimatort versorgenden Hausärzte oder Fachärzte.
- Beratung und Planung der weiteren häuslichen Versorgung.
Allgemeine diagnostische und therapeutische Maßnahmen
Zu den ärztlich diagnostisch und therapeutischen Maßnahmen zählen:
- Endoskopie mit der Möglichkeit invasiver interventionellerTechniken
- Sonographie und Dopplersonographie
- gastroenterologische Funktionsteste
- Röntgen inklusive dynamischer Kontrastmitteluntersuchungen
- Lungenfunktionsmessplatz
- EKG, Langzeit-EKG und Langzeitblutdruckmessung, Ergometrie, Echokardiographie
- psychologische Testverfahren
Zu den therapeutischen und den medizinischen Maßnahmen zählen:
- Stomatherapie
- Gesundheitstraining
- Diättherapie und Lehrküche
- Psychologische Einzel- und Gruppenbetreuung
- Physiotherapie: Sequenztraining, Einzelbehandlungen, spezielle Bewegungstherapie, Beckenbodengymnastik, Atemschule,
- Massagen, Lymphdrainage, Fußreflexzonentherapie. (weiteres siehe Klinik im Detail)
- Balneo-physikalische Therapie: Elektrotherapie, Iontophorese, Hydrotherapie, Moor, Kneippgüsse, Inhalationen.
- Ergotherapie
- Sauna und Schwimmen
Spezielle diagnostische Techniken
Spezielle Untersuchungsmöglichkeiten sind Endoskopie des Verdauungstraktes inklusive Polypektomien, Probeentnahmen, Erweiterungen von Engen, lokale Spülungen, Zusätzlich besteht die Möglichkeit Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen des Gastrointestinaltraktes durchzuführen.
Es besteht die Möglichkeit, radiologisch Funktionsstörungen des oberen Gastrointestinaltraktes darzustellen. Auch Kontrastmitteldarstellungen von Fisteln oder des Darmes werden bei entsprechender Indikation durchgeführt.
Die Klinik Föhrenkamp bietet eine ausführliche sonographische Diagnostik jedem Patienten an. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der Schilddrüsensonographie, und Darstellung der Blutgefässe mittels Dopplersonographie.
Die klinisch-chemischen Laboruntersuchungen ermöglichen das Monotoring, aufwendigerer Behandlungen durchzuführen, wie zum Beispiel parenterale Ernährung und Chemotherapien.
Wir führen zur Diagnostik Funktionsteste, zum Beispiel anorektale Manometrie, pH-Metrie, H2-Atemteste durch, um so eine weitergehende Diagnostik und Therapiekontrolle zu ermöglichen, oder fundierte Diätempfehlungen zu vermitteln.
Zur Sicherheit bei auftretenden Problemen während oder nach den Untersuchungen stehen 3 Überwachungseinheiten zur Verfügung, ausgestattet mit Monitorüberwachung.
Spezielle Therapiemöglichkeiten
Als spezielle Therapiemöglichkeiten bieten wir Nachsorge und Therapiekontrolle sowie chemotherapeutische Behandlung von bösartigen Erkrankungen des Verdauungstraktes an.
Patienten mit einem Stoma werden gemeinsam mit den Angehörigen geschult. Ziel ist es eine selbständige Versorgung zu vermitteln und die Therapie zu optimieren.
Zusätzlich wird eine regelmäßige und intensive Behandlung von Fisteln und Bauchwunden durchgeführt. Bei bestehendem Kurzdarmsyndrom oder anderen Indikationen ist es auch möglich, eine parenterale intravenöse Ernährung und Behandlung durchzuführen.
Patienten mit einer Inkontinenzproblematik haben die Möglichkeit, hier die notwendige Diagnostik durchführen zu lassen und die Behandlung z.B. mittels Beckenbodengymnastik, Biofeedbacktraining und Irrigation zu beginnen.
Durch die chronischen Erkrankungen und dadurch entstehende soziale und berufliche Probleme leiden viele Patienten auch häufig unter seelischer Anspannung. Wir bieten unsererseits im Rahmen der ganzheitlichen Betrachtung an zusätzlich das Erlernen von Entspannungstechniken und Stressbewältigungstraining ferner eine psychologische Betreuung.
Die Rehabilitationsklinik Föhrenkamp ist darauf eingerichtet, Kinder von Patientinnen und Patienten mitzubetreuen. Es besteht die Möglichkeit für die schulpflichtigen Kinder die Grund- und weiterführenden Schulen der Stadt Mölln zu besuchen. Für Kinder (auch Kleinkinder) steht ganztägig eine Kinderbetreuung nach Rücksprache zur Verfügung.
Allgemeine Therapieziele der Abteilung II - Diabetologie
- Verringerung des Körpergewichtes
- Ernährungsumstellung
- Erlernen von Blutdruck-Selbstkontrolle
- Optimierung der diabetischen Stoffwechsellage
- Erlernen der Blut- (und Urin-) zuckermessung
- Erlernen der Insulininjektionstechnik
- Erkennen der Bedeutung des Diabetes mellitus als Risikofaktor für Herz-, Nerven- und Fußkomplikationen
- Symptomreduktion diabetisch spezifischer Folgeschäden
- Reduzierung von Risikofaktoren (Übergewicht, Nikotinkonsum, Alkoholkonsum, Hyperlipidämie, Hypertonie)
- Hilfe bei der Krankheitsbewältigung
- Verminderung von Ängstlichkeit und Depressivität
- Verbesserung der beruflichen und sozialen Integration
- Entwicklung von Strategien und Techniken zur Stressbewältigung
Folgende Angebote im Einzelnen unterstützen die Patienten bei der Rehabilitation:
- medikamentöse Therapie
- Bewegungstherapie und balneophysikalische Therapie
- Physiotherapie
- Ergotherapie
- Ernährungstherapie, Ernährungsberatung und Schulung in der Lehrküche
- Gesundheitstraining
- Motivation zur Teilnahme an Selbsthilfegruppen
- Psychologische Beratung
- Sozialberatung
Funktionsdiagnostik
Die Funktionsdiagnostik der Klinik hat folgende apparative Ausstattung:
- Ruhe-EKG
- Belastungs-EKG
- Langzeit-EKG
- Langzeitblutdruckmessung
- Farbdoppler-Echokardiographie (Herz-Ultraschall)
- Ultraschalldopplersonographie der Beingefäße
- ProSiCard-Messplatz (Bestimmung der Herzautonomie, oder Nachweis von Störungen der Herzautonomie)
- Spirometrie
- Blutgasanalyse
- 4 EDV-überwachte Ergometrie-Trainingsplätze
- Schlafapnoe-Screeninguntersuchung
Darüber hinaus können weitere diagnostische Verfahren durch enge Zusammenarbeit mit ortsansässigen Ärzten angeboten werden.
Wichtig für eine effektive Zusammenarbeit zwischen Therapeut und Patient ist die Vermittlung von medizinischen Zusammenhängen. Diese werden in umfangreichen Schulungs- und Seminarveranstaltungen den Patienten nahe gebracht.
Deutsche Rentenversicherung Bund
27.01.2012









