Therapiekonzept

Therapiekonzept

Das Therapiekonzept ist an der Tiefenpsychologie orientiert. Moderne Rehabilitationskonzepte in der Psychosomatik integrieren jedoch verschiedenste Therapieansätze zur Behandlung psychischer und psychosomatischer Beschwerden.

Es kommen neben tiefenpsychologisch orientierter Gruppen- und Einzeltherapie folgende Ansätze zur Anwendung:

  • Methoden der Verhaltenstherapie
  • Körpertherapie
  • Bewegungstherapie
  • Physiotherapie
  • nonverbale Psychotherapieverfahren

Reaktion des Körpers

Es ist normal, dass der Körper auf Belastungen reagiert. Jeder Mensch kann körperliche Symptome durch Dauerbelastung oder Überforderung entwickeln, wenn Belastungen nicht bewältigt werden können. Solche Belastungen sind beispielsweise:

  • Stress durch Arbeitsverdichtung, Umstrukturierung, Mobbing
  • Gefährdung des Arbeitsplatzes, unsichere Zukunftsperspektiven
  • chronische Krankheiten
  • Pflege von Angehörigen, Verlusterfahrungen
  • familiäre Konfliktsituationen
  • Traumatisierungen

Auslöser einer Störung

Konflikte im Alltag sind oft der Auslöser einer Störung. Wir erkennen die aktuellen Konflikte als Wiederholung ähnlicher, in der Lebensgeschichte teils weit zurückliegender, eigentlich ungelöster Konflikte. Dadurch kommt es auch zur Behinderung der zwischenmenschlichen Kommunikation und zur Störung zwischenmenschlicher Beziehungen. Die Ursache liegt oft im Unbewussten und wurde verdrängt. Unser Behandlungsziel ist es, diese Ursachen zu erkennen. Es soll eine realitätsgerechte, verbesserte Konfliktbearbeitung erreicht werden. So können Kommunikationsstörungen und Defizite langsam beseitigt werden.

Gruppentherapie

Da jeder innere, seelische Konflikt zu Beeinträchtigungen der zwischenmenschlichen Kommunkation führt, messen wir der Gruppenarbeit besondere Bedeutung zu. Gruppenarbeit findet in verschiedenen Formen statt. An erster Stelle stehen die sogenannten Bezugsgruppen. In den Gruppen kommen jeweils etwa 10 Rehabilitanden einer Stationsebene mit einem Therapeuten zusammen. Die Bezugsgruppe ist das soziale Übungsfeld während des Klinikaufenthaltes. Hier wiederholen sich lebensgeschichtliche Konflikte und können somit leichter bearbeitet werden. Die Gruppe ist Stütze, kritischer Begleiter, Spiegel und Ideengeber.

Neben der eigentlichen Psychotherapiegruppe (Bezugsgruppe) finden andere psychotherapeutische Angebote ebenfalls in Gruppenform statt (Entspannungstherapie, nonverbale Psychotherapie).

Soweit psychotherapeutische Einzelgespräche erforderlich sind, werden sie vom Therapeuten der Bezugsgruppe durchgeführt.

Körperorientierte Therapie

Einen hohen Stellenwert hat bei uns die Körperarbeit. Gerade bei seelisch mitverursachten körperlichen Störungen ist es wichtig, die Signale des Körpers wahrzunehmen, zu verstehen und zu beachten. Insbesondere das Erkennen des Zusammenhanges zwischen Gefühl (Wut, Ärger, Enttäuschung ...) und Körperreaktion ist ein Schlüssel zum Verständnis und Ansatz zur Therapie.

Dies wird erreicht durch körperorientierte Psychotherapie (Körperwahrnehmung, Feldenkrais, Therapeutisches Tanzen).

Als weiterer wichtiger Baustein spielt die Bewegungstherapie wie auch die Psychotherapie eine zentrale Rolle bei der Rehabilitation psychosomatischer Störungen.


Deutsche Rentenversicherung Bund

01.10.2010